Vernichtung durch Zwangsarbeit

Neben Auschwitz, BirkenauBirkenau
Seit Oktober 1941 wurde das von der SS als „Kriegsgefangenenlager“ bezeichnete Lager Birkenau erbaut, das bis in das Jahr 1944 kontinuierlich erweitert wurde. Im Lager Birkenau wurden auch seit Mitte 1942 vier Krematorien mit Gaskammern errichtet, die die Orte der Menschenvernichtung waren.
und dem IG Farben-LagerIG Farben-Lager
Das Unternehmen „Interessengemeinschaft Farbenindustrie AG“ erbaute seit April 1941 östlich der Stadt Auschwitz gelegen ein Werk für die Produktion von Kunstkautschuk (→ Buna) und von synthetischem Treibstoff. Der Konzern und die von ihm beauftragten Firmen beschäftigten Tausende von Zivil- und Ostarbeitern, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen. Seit Ende Oktober 1942 gab es unmittelbar neben dem Werksgelände ein firmeneigenes Konzentrationslager, das von der → SS verwaltet wurde. Im Lager Buna/Monowitz waren Ende 1944 über 10.000 Häftlinge untergebracht, die für die IG Farben Zwangsarbeit leisten mussten.
Buna/MonowitzMonowitz
Auf dem Boden des polnischen Dorfes Monowice wurde 1942 von dem Unternehmen IG Farbenindustrie AG ein Barackenlager (Lager IV: Dorfrand) errichtet. In dem Lager wurden ab Ende Oktober 1942 KZ-Häftlinge untergebracht. Für das firmeneigene Lager werden die Bezeichnungen „Lager Buna“ bzw. „Lager Monowitz“ gebraucht. Die → SS verwendete die Bezeichnungen „Arbeitslager Buna“ und „Arbeitslager Monowitz“, ab November 1944 auch „KL Monowitz“.
, in dem zuletzt 10.000 Häftlinge für den Chemie-Konzern Zwangsarbeit leisten mussten, gab es noch circa 40 Nebenlager. Die Häftlinge arbeiteten in der chemischen Industrie, im Kohlebergbau, in der Energiewirtschaft, in der Metall- und Hüttenindustrie und in landwirtschaftlichen Betrieben.

1943 waren etwa 18.000 Häftlinge von Auschwitz für die deutsche Industrie tätig, 1944 bereits 42.000 Lagerinsassen. Von den etwa 35.000 Sklavenarbeitern, die von April 1941 bis Januar 1945 das Werk IG Auschwitz der Interessengemeinschaft Farbenindustrie AGInteressengemeinschaft Farbenindustrie AG
Das Unternehmen „Interessengemeinschaft Farbenindustrie AG“ erbaute seit April 1941 östlich der Stadt Auschwitz gelegen ein Werk für die Produktion von Kunstkautschuk (→ Buna) und von synthetischem Treibstoff. Der Konzern und die von ihm beauftragten Firmen beschäftigten Tausende von Zivil- und Ostarbeitern, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen. Seit Ende Oktober 1942 gab es unmittelbar neben dem Werksgelände ein firmeneigenes Konzentrationslager, das von der → SS verwaltet wurde. Im Lager Buna/Monowitz waren Ende 1944 über 10.000 Häftlinge untergebracht, die für die IG Farben Zwangsarbeit leisten mussten.
erbauen mussten, kamen etwa 25.000 ums Leben. Sie starben auf der Baustelle bzw. auf dem Werksgelände, gingen im Lager Buna/MonowitzMonowitz
Auf dem Boden des polnischen Dorfes Monowice wurde 1942 von dem Unternehmen IG Farbenindustrie AG ein Barackenlager (Lager IV: Dorfrand) errichtet. In dem Lager wurden ab Ende Oktober 1942 KZ-Häftlinge untergebracht. Für das firmeneigene Lager werden die Bezeichnungen „Lager Buna“ bzw. „Lager Monowitz“ gebraucht. Die → SS verwendete die Bezeichnungen „Arbeitslager Buna“ und „Arbeitslager Monowitz“, ab November 1944 auch „KL Monowitz“.
zu Grunde, wurden auf Verlangen der IG FarbenIG Farben
Das Unternehmen „Interessengemeinschaft Farbenindustrie AG“ erbaute seit April 1941 östlich der Stadt Auschwitz gelegen ein Werk für die Produktion von Kunstkautschuk (→ Buna) und von synthetischem Treibstoff. Der Konzern und die von ihm beauftragten Firmen beschäftigten Tausende von Zivil- und Ostarbeitern, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen. Seit Ende Oktober 1942 gab es unmittelbar neben dem Werksgelände ein firmeneigenes Konzentrationslager, das von der → SS verwaltet wurde. Im Lager Buna/Monowitz waren Ende 1944 über 10.000 Häftlinge untergebracht, die für die IG Farben Zwangsarbeit leisten mussten.
bei SelektionenSelektionen
Die Auswahl oder Aussonderung von Häftlingen und von nach Auschwitz verschleppten Juden auf der → Rampe wurde „Selektion“ genannt. Selektion innerhalb des Lagers konnte für die Häftlinge zweierlei bedeuten: Verbleib im Lager bzw. Überstellung in ein anderes Lager oder Ermordung: Tod in der Gaskammer, Tötung mit Injektionen, Erschießung. Für nach Auschwitz verschleppte Juden hieß Selektion auf der Ankunftsrampe: Verbringung ins Lager zur Sklavenarbeit oder sofortige Ermordung in den Gaskammern.
als „arbeitsunfähig“ beurteilt und zur Vergasung nach BirkenauBirkenau
Seit Oktober 1941 wurde das von der SS als „Kriegsgefangenenlager“ bezeichnete Lager Birkenau erbaut, das bis in das Jahr 1944 kontinuierlich erweitert wurde. Im Lager Birkenau wurden auch seit Mitte 1942 vier Krematorien mit Gaskammern errichtet, die die Orte der Menschenvernichtung waren.
überstellt. Im Austausch wurden sie ersetzt durch weitere Häftlinge aus den Lagern Auschwitz IAuschwitz I
Im November 1943 wurde der Lagerkomplex Auschwitz administrativ dreigeteilt: Das → Stammlager, das seit Mai 1940 existierende, erhielt die Bezeichnung Auschwitz I.
und Auschwitz IIAuschwitz II
Im November 1943 wurde der Lagekomplex Auschwitz administrativ dreigeteilt: Das ab Oktober 1941 erbaute, seit März 1942 mit Häftlingen belegte Lager → Birkenau erhielt die Bezeichnung Auschwitz II.
oder durch „ZugängeZugänge
Neu ins Lager verbrachte Häftlinge wurden in der Sprache der → SS und des Lagers „Zugang“ bzw. „Zugänge“ genannt. Erfasst wurden die nach Auschwitz verschleppten Häftlinge in sogenannten Zugangslisten.
“, durch neu in Auschwitz angekommene Häftlinge.


Auschwitz IIAuschwitz II
Im November 1943 wurde der Lagekomplex Auschwitz administrativ dreigeteilt: Das ab Oktober 1941 erbaute, seit März 1942 mit Häftlingen belegte Lager → Birkenau erhielt die Bezeichnung Auschwitz II.
. Häftlinge heben einen Graben aus. Aus dem Fotoalbum der Zentralbauleitung der Waffen-SS und Polizei KZKZ
→ Konzentrationslager
Auschwitz. Oświęcim, 1943
Auschwitz. Häftlingsarbeiter auf dem Weg zur Arbeit in der Fabrikhalle der Krupp-Werke (später Union-Werke). Aus dem Fotoalbum der Zentralbauleitung der Waffen-SS und Polizei KZKZ
→ Konzentrationslager
Auschwitz. Oświęcim, 1943