Die Täter vor Gericht

Vor Gericht standen 22 Angeklagte, 21 ehemalige Angehörige der Lager-SS und ein einstiger FunktionshäftlingFunktionshäftling
Häftlinge, denen die SS bestimmte Aufgaben in der sogenannten Häftlingsselbstverwaltung zugewiesen hat, wurden „Funktionshäftlinge“ genannt.
. Sie waren angeklagt, im Konzentrations- und VernichtungslagerKonzentrations- und Vernichtungslager
Die → SS richtete unmittelbar nach der sogenannten Machtergreifung (Ende Januar 1933) Konzentrationslager für Menschen ein, die das Regime als politische Gegner betrachtete und deshalb verfolgte.
Die Hauptkonzentrationslager waren: Dachau (1933–1945), Sachsenhausen (1936–1945), Buchenwald (1937–1945), Flossenbürg (1938–1945), Mauthausen (1938–1945), Neuengamme (1940–1945), Ravensbrück (1939–1945).
In den besetzten Gebieten: Stutthof (bei Danzig) (1939–1945), Auschwitz (1940–1945), Groß-Rosen (bei Breslau) (1940–1945), Natzweiler-Struthof (Elsass) (1940–1945), Plaszow (bei Krakau) (1941–1945), Majdanek (bei Lublin (1941–1944).

Auschwitz in den Jahren 1940 bis 1945 „durch mehrere selbständige Handlungen, teils allein, teils gemeinschaftlich mit anderen, aus Mordlust und sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch und grausam sowie teilweise mit gemeingefährlichen Mitteln“ (aus dem Eröffnungsbeschluss des Landgerichts Frankfurt am Main vom 7.10.1963) für den Tod von über 45.000 Häftlingen verantwortlich gewesen zu sein.