Stanislaw Glowa

Stanisław Głowa, 1898 in Igołomia (heute Polen) geboren, wurde wegen politischer Untergrundtätigkeit im Juli 1940 in Krakau verhaftet und saß im berüchtigten Gefängnis Montelupich ein. Mitte August 1941 wurde er nach Auschwitz transportiert und als Häftling Nummer 20.017 registriert. Głowa war kurze Zeit in einem Landwirtschaftskommando im Nebenlager Babitz  tätig und wurde dann HäftlingspflegerHäftlingspfleger
Die → SS setzte Häftlinge, die über medizinische Kenntnisse verfügten, als Häftlingspfleger ein. Die → Häftlingsärzte zusammen mit den Häftlingspflegern versuchten mit den wenigen vorhandenen Mitteln, den Kranken zu helfen.
im KrankenbauKrankenbau
→ <Häftlingskrankenbau>
Block 20 in Auschwitz IAuschwitz I
Im November 1943 wurde der Lagerkomplex Auschwitz administrativ dreigeteilt: Das → Stammlager, das seit Mai 1940 existierende, erhielt die Bezeichnung Auschwitz I.
(StammlagerStammlager
→ Auschwitz I
). Ende August 1944 transportierte die SS Głowa in das KonzentrationslagerKonzentrationslager
Die → SS richtete unmittelbar nach der sogenannten Machtergreifung (Ende Januar 1933) Konzentrationslager für Menschen ein, die das Regime als politische Gegner betrachtete und deshalb verfolgte.
Die Hauptkonzentrationslager waren: Dachau (1933–1945), Sachsenhausen (1936–1945), Buchenwald (1937–1945), Flossenbürg (1938–1945), Mauthausen (1938–1945), Neuengamme (1940–1945), Ravensbrück (1939–1945).
In den besetzten Gebieten: Stutthof (bei Danzig) (1939–1945), Auschwitz (1940–1945), Groß-Rosen (bei Breslau) (1940–1945), Natzweiler-Struthof (Elsass) (1940–1945), Plaszow (bei Krakau) (1941–1945), Majdanek (bei Lublin (1941–1944).

Sachsenhausen (bei Berlin). Während des Evakuierungstransports aus dem Lager Sachsenhausen wurde er am 3. Mai 1945 von amerikanischen Truppen befreit.
Zur Zeit seiner Vernehmung im Juni 1964 war der Zeuge Stanisław Głowa 65 Jahre alt und arbeitete als höherer Verwaltungsangestellter in Krakau/Polen.

You do not have the Flash plugin installed, or your browser does not support Javascript. Both are required to view this Flash movie.

Hörbeispiel:
Zeuge Stanisław Głowa:
Na przełomie 41 roku na 42 z ważnych dla mnie wydarzeń. To pierwsze, czy może [kolejne] próby gazowania na bloku 11.
Dolmetscherin Kapkajew:
Ja, Ende 1941 und Anfang 42 geschahen eins oder zwei solche Fälle, die einen besonders starken Eindruck auf mich gemacht haben, und zwar waren das die ersten Probevergasungen auf dem Block 11Block 11
Im → Stammlager (→ Auschwitz I) wurde im Kellergeschoss von → Block 11 ein Lagergefängnis mit insgesamt 27 Zellen und vier sogenannten Stehzellen eingerichtet. Die Stehzellen hatten eine Fläche von 90 auf 90 cm. Durch eine kleine Tür am Fußboden mussten die Gefangenen in die Zellen kriechen. Im → „Stehbunker“ hat die → SS Häftlinge verhungern lassen.
.
Zeuge Stanisław Głowa:
Byli to cho rzy „muzułmanie“ i część [wśród] nich jeńców radzieckich, w ilości kilkuset osób.
Dolmetscherin Kapkajew:
Teilweise waren das kranke „Muselmänner“ und auch sowjetische Kriegsgefangene. Alle zusammen waren es einige Hunderte, die vergast wurden.
Zeuge Stanisław Głowa:
Brałem przy tym bezpośredni udział z grupą kolegów.
Dolmetscherin Kapkajew:
Ich nahm daran einen unmittelbaren Teil mit der Gruppe von meinen Kameraden.
Zeuge Stanisław Głowa:
Przy wyciąganiu już ciał z przewietrzonego bunkra
Dolmetscherin Kapkajew:
Und zwar weil wir die Leichen dieser Getöteten, Vergasten aus dem bereits entlüfteten Bunker herausholen mussten.
Zeuge Stanisław Głowa:
Trupy nie leżały, ale stały wszystkie, tak były ściśnięte.
Dolmetscherin Kapkajew:
Die Leichen lagen nicht, die standen alle, weil sie dermaßen zusammengepresst waren.
Zeuge Stanisław Głowa:
Ładowaliśmy na wozy.
Dolmetscherin Kapkajew:
Wir verluden sie auf die Wagen
Zeuge Stanisław Głowa:
I przewozili do rowów wykopanych na Brzezince.
Dolmetscherin Kapkajew:
Und brachten sie in die Gräben, die bereits in BirkenauBirkenau
Seit Oktober 1941 wurde das von der SS als „Kriegsgefangenenlager“ bezeichnete Lager Birkenau erbaut, das bis in das Jahr 1944 kontinuierlich erweitert wurde. Im Lager Birkenau wurden auch seit Mitte 1942 vier Krematorien mit Gaskammern errichtet, die die Orte der Menschenvernichtung waren.
ausgehoben waren.
(54. Verhandlungstag, 11.6.1964)

Erläuterung:
Anfang September 1941 „probierte“ die SS aus, ob Menschen mit dem im Lager zur „Entwesung“ von Räumen und zur Desinfektion von Kleidung vorhandenen Schädlingsbekämpfungsmittel Zyklon BZyklon B
Das „Zyklon B“ genannte Schädlingsbekämpfungsmittel (Hauptbestandteil: Cyanwasserstoff bzw. Blausäure) wurde Anfang der 1920er Jahre entwickelt und für die Firma Deutsche Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung (Degesch, 1919 gegründet) patentiert. Anteilseigner der Degesch waren in den 1940er Jahren folgende Firmen: Degussa, IG Farben und Th. Goldschmidt AG. In den Lagern wurde das Giftgas zur Entwesung von Räumen und zur Desinfektion von Kleidung gebraucht. Im Spätsommer 1941 experimentierte die → SS mit dem Giftgas, sie probierte aus, ob mit dem Gas auch Menschen getötet werden konnten. Die sogenannten Probevergasungen erwiesen sich als erfolgreich. Die SS hatte ein Mittel gefunden, Menschen massenweise in geschlossenen Räumen töten zu können.
getötet werden können. Welche Gründe die SS hatte, nach einem effektiven Mordmittel zu suchen, ist in der Auschwitz- und Holocaust-Forschung umstritten. Erschießungen an der sogenannten Schwarzen Wand (Auschwitz IAuschwitz I
Im November 1943 wurde der Lagerkomplex Auschwitz administrativ dreigeteilt: Das → Stammlager, das seit Mai 1940 existierende, erhielt die Bezeichnung Auschwitz I.
/StammlagerStammlager
→ Auschwitz I
) und Giftspritzen ins Herz waren bis September 1941 die Methode, Häftlinge in größerer Zahl zu töten. Nun „experimentierte“ die SS mit Zyklon BZyklon B
Das „Zyklon B“ genannte Schädlingsbekämpfungsmittel (Hauptbestandteil: Cyanwasserstoff bzw. Blausäure) wurde Anfang der 1920er Jahre entwickelt und für die Firma Deutsche Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung (Degesch, 1919 gegründet) patentiert. Anteilseigner der Degesch waren in den 1940er Jahren folgende Firmen: Degussa, IG Farben und Th. Goldschmidt AG. In den Lagern wurde das Giftgas zur Entwesung von Räumen und zur Desinfektion von Kleidung gebraucht. Im Spätsommer 1941 experimentierte die → SS mit dem Giftgas, sie probierte aus, ob mit dem Gas auch Menschen getötet werden konnten. Die sogenannten Probevergasungen erwiesen sich als erfolgreich. Die SS hatte ein Mittel gefunden, Menschen massenweise in geschlossenen Räumen töten zu können.
. In die im Kellergeschoss von Block 11Block 11
Im → Stammlager (→ Auschwitz I) wurde im Kellergeschoss von → Block 11 ein Lagergefängnis mit insgesamt 27 Zellen und vier sogenannten Stehzellen eingerichtet. Die Stehzellen hatten eine Fläche von 90 auf 90 cm. Durch eine kleine Tür am Fußboden mussten die Gefangenen in die Zellen kriechen. Im → „Stehbunker“ hat die → SS Häftlinge verhungern lassen.
(Auschwitz IAuschwitz I
Im November 1943 wurde der Lagerkomplex Auschwitz administrativ dreigeteilt: Das → Stammlager, das seit Mai 1940 existierende, erhielt die Bezeichnung Auschwitz I.
/StammlagerStammlager
→ Auschwitz I
) befindlichen Arrestzellen wurden Anfang September 1941 600 sowjetische Kriegsgefangene und 250 kranke Häftlinge aus dem KrankenbauKrankenbau
→ <Häftlingskrankenbau>
gepfercht. Die SS dichtete die Kellerfenster und die Türen zum Untergeschoss ab und warf Zyklon BZyklon B
Das „Zyklon B“ genannte Schädlingsbekämpfungsmittel (Hauptbestandteil: Cyanwasserstoff bzw. Blausäure) wurde Anfang der 1920er Jahre entwickelt und für die Firma Deutsche Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung (Degesch, 1919 gegründet) patentiert. Anteilseigner der Degesch waren in den 1940er Jahren folgende Firmen: Degussa, IG Farben und Th. Goldschmidt AG. In den Lagern wurde das Giftgas zur Entwesung von Räumen und zur Desinfektion von Kleidung gebraucht. Im Spätsommer 1941 experimentierte die → SS mit dem Giftgas, sie probierte aus, ob mit dem Gas auch Menschen getötet werden konnten. Die sogenannten Probevergasungen erwiesen sich als erfolgreich. Die SS hatte ein Mittel gefunden, Menschen massenweise in geschlossenen Räumen töten zu können.
in die Räume. Nach Angaben von Häftlingen, die die „ProbevergasungProbevergasung
Die Anfang September 1941 in → Block 11 des → Stammlagers durchgeführte Vergasung von sowjetischen Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen wird in der Auschwitz-Literatur „Probevergasung“ genannt. Zu diesem Zeitpunkt war die → SS auf der Suche nach einem effektiven Mittel zur massenhaften Tötung von Menschen. Das Schädlingsbekämpfungsmittel → Zyklon B erwies sich bei den „Probevergasungen“ als wirksames Mittel und wurde fortan in Auschwitz zur Vergasung von Menschen verwendet.
“ beobachteten, musste am darauf folgenden Tag nochmals Zyklon BZyklon B
Das „Zyklon B“ genannte Schädlingsbekämpfungsmittel (Hauptbestandteil: Cyanwasserstoff bzw. Blausäure) wurde Anfang der 1920er Jahre entwickelt und für die Firma Deutsche Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung (Degesch, 1919 gegründet) patentiert. Anteilseigner der Degesch waren in den 1940er Jahren folgende Firmen: Degussa, IG Farben und Th. Goldschmidt AG. In den Lagern wurde das Giftgas zur Entwesung von Räumen und zur Desinfektion von Kleidung gebraucht. Im Spätsommer 1941 experimentierte die → SS mit dem Giftgas, sie probierte aus, ob mit dem Gas auch Menschen getötet werden konnten. Die sogenannten Probevergasungen erwiesen sich als erfolgreich. Die SS hatte ein Mittel gefunden, Menschen massenweise in geschlossenen Räumen töten zu können.
in die Kellerräume geschüttet werden, weil noch nicht alle Menschen tot waren. Die „ProbevergasungProbevergasung
Die Anfang September 1941 in → Block 11 des → Stammlagers durchgeführte Vergasung von sowjetischen Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen wird in der Auschwitz-Literatur „Probevergasung“ genannt. Zu diesem Zeitpunkt war die → SS auf der Suche nach einem effektiven Mittel zur massenhaften Tötung von Menschen. Das Schädlingsbekämpfungsmittel → Zyklon B erwies sich bei den „Probevergasungen“ als wirksames Mittel und wurde fortan in Auschwitz zur Vergasung von Menschen verwendet.
“ in Block 11Block 11
Im → Stammlager (→ Auschwitz I) wurde im Kellergeschoss von → Block 11 ein Lagergefängnis mit insgesamt 27 Zellen und vier sogenannten Stehzellen eingerichtet. Die Stehzellen hatten eine Fläche von 90 auf 90 cm. Durch eine kleine Tür am Fußboden mussten die Gefangenen in die Zellen kriechen. Im → „Stehbunker“ hat die → SS Häftlinge verhungern lassen.
erwies sich als zu aufwendig. Deshalb wurden weitere Vergasungen in dem ursprünglich als „Leichenhalle“ genutzten Raum neben den Verbrennungsöfen in KrematoriumKrematorium
Die → SS ließ in den Konzentrationslagern durch Privatfirmen Krematorien bauen, um verstorbene und getötete Lagerinsassen beseitigen zu können. In Auschwitz wurde Anfang August 1940 das erste Krematorium fertiggestellt. Es handelte sich um einen Ofen mit zwei Brennkammern. Im Februar 1941 und im Mai 1942 kamen zwei weitere Öfen hinzu. In den seit Mitte 1942 in Birkenau erbauten Krematorien gab es in den Krematorien II und III jeweils fünf Öfen mit je drei Brennkammer, in den Krematorien IV und V jeweils einen Ofen mit je acht Brennkammern.
I (Auschwitz IAuschwitz I
Im November 1943 wurde der Lagerkomplex Auschwitz administrativ dreigeteilt: Das → Stammlager, das seit Mai 1940 existierende, erhielt die Bezeichnung Auschwitz I.
/StammlagerStammlager
→ Auschwitz I
) durchgeführt. Das Ergebnis war, dass die SS nunmehr eine Methode und ein Mittel gefunden hatte, massenweise Menschen zu töten. Anfang/Frühjahr 1942 wurden zwei nahe dem Lager BirkenauBirkenau
Seit Oktober 1941 wurde das von der SS als „Kriegsgefangenenlager“ bezeichnete Lager Birkenau erbaut, das bis in das Jahr 1944 kontinuierlich erweitert wurde. Im Lager Birkenau wurden auch seit Mitte 1942 vier Krematorien mit Gaskammern errichtet, die die Orte der Menschenvernichtung waren.
gelegene Bauernhäuser in Vergasungsstätten umgebaut. Die „Bunker Nr. 1Bunker Nr. 1
„Bunker Nr. 1“ oder „Rotes Haus“ wurde ein umgebautes Bauernhaus genannt, die erste Anfang/Frühjahr 1942 in Betrieb genommene Vernichtungsstätte in Birkenau. Die Vergasungsanlage bestand aus zwei Gaskammern mit einem Fassungsvermögen von 800 Opfern. Neben dem Haus wurden zwei Baracken errichtet, in denen sich die Opfer entkleiden mussten. Die Toten wurden in Massengräbern verscharrt.
“ oder „Rotes HausRotes Haus
→ Bunker Nr. 1
“ genannte Mordstätte hatte zwei GaskammernGaskammern
Die Räume, in denen in Auschwitz Menschen mit dem Giftgas → Zyklon B ermordet worden sind, die Gaskammern, wurden von der → SS in den Bauplänen meist „Leichenkeller“ genannt. Gaskammern gab es im Lagerkomplex Auschwitz an insgesamt sieben Stellen: Im → Krematorium I, in den umgebauten Bauernhäusern in Birkenau (→ Bunker Nr. 1 und → Bunker Nr. 2) und in den → Krematorien II bis V. Die Gaskammern hatten gasdichte Türen mit einem Guckloch, Vorrichtungen zum Einschütten von → Zyklon B (Einwurfluken) und teilweise auch Ventilationssysteme, um die Luft absaugen zu können.
und eine Tötungskapazität von 800 Opfern, die als „Bunker Nr. 2Bunker Nr. 2
„Bunker Nr. 2“ oder „Weißes Haus“ wurde ein umgebautes Bauernhaus genannt, die zweite im Sommer 1942 in Betrieb genommene Vernichtungsstätte in Birkenau. Die Vergasungsanlage bestand aus vier Gaskammern mit einem Fassungsvermögen von 1200 Opfern. Neben dem Haus wurden drei Baracken errichtet, in denen sich die Opfer entkleiden mussten. Die Toten wurden in Massengräbern verscharrt.
“ oder „Weißes HausWeißes Haus
→ Bunker Nr. 2
“ bezeichnete Tötungseinrichtung wies vier GaskammernGaskammern
Die Räume, in denen in Auschwitz Menschen mit dem Giftgas → Zyklon B ermordet worden sind, die Gaskammern, wurden von der → SS in den Bauplänen meist „Leichenkeller“ genannt. Gaskammern gab es im Lagerkomplex Auschwitz an insgesamt sieben Stellen: Im → Krematorium I, in den umgebauten Bauernhäusern in Birkenau (→ Bunker Nr. 1 und → Bunker Nr. 2) und in den → Krematorien II bis V. Die Gaskammern hatten gasdichte Türen mit einem Guckloch, Vorrichtungen zum Einschütten von → Zyklon B (Einwurfluken) und teilweise auch Ventilationssysteme, um die Luft absaugen zu können.
mit einem Fassungsvermögen von 1.200 Opfern auf. In BirkenauBirkenau
Seit Oktober 1941 wurde das von der SS als „Kriegsgefangenenlager“ bezeichnete Lager Birkenau erbaut, das bis in das Jahr 1944 kontinuierlich erweitert wurde. Im Lager Birkenau wurden auch seit Mitte 1942 vier Krematorien mit Gaskammern errichtet, die die Orte der Menschenvernichtung waren.
gab es bis März 1943 keine KrematorienKrematorien
Die → SS ließ in den Konzentrationslagern durch Privatfirmen Krematorien bauen, um verstorbene und getötete Lagerinsassen beseitigen zu können. In Auschwitz wurde Anfang August 1940 das erste Krematorium fertiggestellt. Es handelte sich um einen Ofen mit zwei Brennkammern. Im Februar 1941 und im Mai 1942 kamen zwei weitere Öfen hinzu. In den seit Mitte 1942 in Birkenau erbauten Krematorien gab es in den Krematorien II und III jeweils fünf Öfen mit je drei Brennkammer, in den Krematorien IV und V jeweils einen Ofen mit je acht Brennkammern.
. Die Leichen der ermordeten Juden wurden zunächst in Massengräbern verscharrt, später in Gruben verbrannt, die unmittelbar in der Nähe der GaskammernGaskammern
Die Räume, in denen in Auschwitz Menschen mit dem Giftgas → Zyklon B ermordet worden sind, die Gaskammern, wurden von der → SS in den Bauplänen meist „Leichenkeller“ genannt. Gaskammern gab es im Lagerkomplex Auschwitz an insgesamt sieben Stellen: Im → Krematorium I, in den umgebauten Bauernhäusern in Birkenau (→ Bunker Nr. 1 und → Bunker Nr. 2) und in den → Krematorien II bis V. Die Gaskammern hatten gasdichte Türen mit einem Guckloch, Vorrichtungen zum Einschütten von → Zyklon B (Einwurfluken) und teilweise auch Ventilationssysteme, um die Luft absaugen zu können.
ausgehoben worden waren. Die Häftlinge des „SonderkommandosSonderkommandos
Die Häftlinge, die die Leichen ermordeter Menschen aus den Gaskammern zu den Verbrennungsöfen oder -gruben bringen und die Opfer verbrennen mussten, gehörten einem besonderen → Arbeitskommando an, das „Sonderkommando“ genannt wurde. Die Angehörigen des Sonderkommandos waren überwiegend Juden und wurden in einem abgesonderten Block in Birkenau und auf den Dachböden von Krematorien untergebracht. Die → SS betrachtete die Häftlinge des Sonderkommandos als „Geheimnisträger“, deren Leben auf Grund ihres Wissens um die Verbrechen verwirkt war. Deshalb ermordete die SS die Mitglieder des Sonderkommandos in unregelmäßigen Zeitabständen.
“, die die Leichen aus den GaskammernGaskammern
Die Räume, in denen in Auschwitz Menschen mit dem Giftgas → Zyklon B ermordet worden sind, die Gaskammern, wurden von der → SS in den Bauplänen meist „Leichenkeller“ genannt. Gaskammern gab es im Lagerkomplex Auschwitz an insgesamt sieben Stellen: Im → Krematorium I, in den umgebauten Bauernhäusern in Birkenau (→ Bunker Nr. 1 und → Bunker Nr. 2) und in den → Krematorien II bis V. Die Gaskammern hatten gasdichte Türen mit einem Guckloch, Vorrichtungen zum Einschütten von → Zyklon B (Einwurfluken) und teilweise auch Ventilationssysteme, um die Luft absaugen zu können.
von „Bunker Nr. 1Bunker Nr. 1
„Bunker Nr. 1“ oder „Rotes Haus“ wurde ein umgebautes Bauernhaus genannt, die erste Anfang/Frühjahr 1942 in Betrieb genommene Vernichtungsstätte in Birkenau. Die Vergasungsanlage bestand aus zwei Gaskammern mit einem Fassungsvermögen von 800 Opfern. Neben dem Haus wurden zwei Baracken errichtet, in denen sich die Opfer entkleiden mussten. Die Toten wurden in Massengräbern verscharrt.
“ und „Bunker Nr. 2Bunker Nr. 2
„Bunker Nr. 2“ oder „Weißes Haus“ wurde ein umgebautes Bauernhaus genannt, die zweite im Sommer 1942 in Betrieb genommene Vernichtungsstätte in Birkenau. Die Vergasungsanlage bestand aus vier Gaskammern mit einem Fassungsvermögen von 1200 Opfern. Neben dem Haus wurden drei Baracken errichtet, in denen sich die Opfer entkleiden mussten. Die Toten wurden in Massengräbern verscharrt.
“ zu holen hatten, transportierten die Ermordeten auf einer Schmalspurbahn mit Loren zu den Verbrennungsgruben.