Zahl der aus den einzelnen Herkunftsländern1 nach Auschwitz-Birkenau deportierten Juden

Herkunftsländer bzw. -orte Zahl der deportierten Juden
   
Ungarn 438 0003
Polen 300 000
Frankreich 69 000
Holland 60 000
Griechenland 55 000
Tschechien (Protektorat Böhmen und Mähren, Theresienstadt) 46 000
Slowakei 27 0002
Belgien 25 000
Deutschland und Österreich 23 000
Jugoslawien 10 0002
Italien 7 500
Norwegen 690
KonzentrationslagerKonzentrationslager
Die → SS richtete unmittelbar nach der sogenannten Machtergreifung (Ende Januar 1933) Konzentrationslager für Menschen ein, die das Regime als politische Gegner betrachtete und deshalb verfolgte.
Die Hauptkonzentrationslager waren: Dachau (1933–1945), Sachsenhausen (1936–1945), Buchenwald (1937–1945), Flossenbürg (1938–1945), Mauthausen (1938–1945), Neuengamme (1940–1945), Ravensbrück (1939–1945).
In den besetzten Gebieten: Stutthof (bei Danzig) (1939–1945), Auschwitz (1940–1945), Groß-Rosen (bei Breslau) (1940–1945), Natzweiler-Struthof (Elsass) (1940–1945), Plaszow (bei Krakau) (1941–1945), Majdanek (bei Lublin (1941–1944).

, Nebenlager und andere Orte
34 000
   
zusammen 1 100 000

1 In den Vorkriegsgrenzen.
2 In den Grenzen der Kriegsjahre.

Quelle: Franciszek Piper: Die Zahl der Opfer von Auschwitz. Aufgrund der Quellen und der Erträge der Forschung 1945 bis 1990. Oswiecim: Verlag Staatliches Museum Auschwitz-BirkenauAuschwitz-Birkenau
Seit Oktober 1941 wurde das von der SS als „Kriegsgefangenenlager“ bezeichnete Lager Birkenau erbaut, das bis in das Jahr 1944 kontinuierlich erweitert wurde. Im Lager Birkenau wurden auch seit Mitte 1942 vier Krematorien mit Gaskammern errichtet, die die Orte der Menschenvernichtung waren.
, 1993, S. 199.